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Deutsche Postbank "under review" 27.10.2008
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, setzt die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) im aktuellen "AnlageFlash" "under review".
Die Deutsche Postbank (DPB) habe heute Morgen erste Zahlen zum abgelaufenen 3. Quartal veröffentlicht und mit den Daten eingestehen müssen, dass sie wesentlich stärker als befürchtet unter der verschärften Finanzmarktkrise im 3. Quartal gelitten habe. So habe die Postbank für das 3. Quartal trotz eines weiterhin positiven operativen Kundengeschäfts ein negatives Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 449 Mio. EUR hinnehmen müssen. Damit werde das Haus für die ersten neun Monate des Jahres einen Vorsteuerverlust von 112 Mio. EUR ausweisen.
Während sich das operative Kerngeschäft - wie Zins- und Provisionsüberschuss - weiter positiv entwickelt habe, habe die sich im 3. Quartal markant verschärfte Finanzmarktkrise überproportional ausgewirkt. So seien z. B. Belastungen aus den Engagements bei Lehman Brothers in Höhe von 364 Mio. EUR verbucht worden. Daneben hätten Wertkorrekturen auf Aktien- und Investmentfondsbestände (65 Mio. EUR) sowie auf strukturierte Kreditprodukte (47 Mio. EUR) belastet. Zudem seien Belastungen aus der Neubewertung eingebetteter Derivate aus dem strukturierten Kreditersatzgeschäft in Höhe von 201 Mio. EUR verbucht worden. Das Minus bei der Neubewertungsrücklage sei auf 1,89 Mrd. EUR angestiegen. Die Kernkapitalquote sei per Ende September auf 5,5% (nach 6,3%) gesunken.
Dies alles mache ein Bündel an Kapitalmaßnahmen notwendig, die zugleich heute bekannt gegeben worden seien. So werde noch im 4. Quartal eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1 Mrd. EUR durchgeführt (Details später). Die Zuzahlung in Höhe von 18,25 EUR werde von der Mutter voll garantiert. Ferner solle für 2008 die Dividende ausfallen. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung werde die Kernkapitalquote auf Basis des Bezugspreises bei 6,9% liegen. Die Analysten würden derzeit die Gewinnprognosen und das Kursziel überprüfen.
Aus Sicht der technischen Analyse sollte derzeit keine Deutsche Postbank-Aktie gekauft werden, so Savas Demirtas, Analyst der SEB. Die Titel hätten mit ihrem heutigen Abschlag ein neues Allzeittief markiert. An eine Stabilisierung nach solchen Kursrückgängen sei noch nicht zu denken, denn wichtige Unterstützungen würden fehlen. Die Vorgaben der Markttechnik seien sichtlich negativ, wenngleich sich die kurzfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren im Überverkauft-Bereich befinden würden.
Einen kleinen Lichtblick dürfte das heute entstandene Abwärts-Gap bei 18,08 EUR liefern. Solche Kurslücken würden meistens geschlossen, sodass sich die Titel bis auf dieses Niveau erholen könnten. Ob dies allerdings in den nächsten Handelstagen gelingen werde, sei recht unwahrscheinlich. Neue Allzeittiefs dürften vorerst in den Blickpunkt rücken, bis auf einem niedrigen Niveau erste Stabilisierungen zu erwarten seien. Das Schließen der Kurslücke dürfte somit in weite Ferne rücken. Neuengagements seien daher nicht empfehlenswert.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten setzen die Analysten der SEB die Deutsche Postbank-Aktie "under review". (Analyse vom 27.10.2008) (27.10.2008/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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